"Viva la Musica e.V."


Singen verzaubert!

Das wissen unsere Nachbarn längst. Schon die Übersetzung der Worte „Singen“ oder „Gesang“ als „incantare“, „enchantment“, oder „carmen“ – verrät dass Lied, Gesang, Verzauberung und Beschwörung ursprünglich ein und dasselbe waren. Singen im Verein Singen baut Stress ab, stärkt die Gesundheit, mobilisiert die Hormone und beschwingt nebenher. Das Singen im Verein oder anderen festen Gemeinschaften hat in Deutschland eine reiche, fast 200-jährige Tradition. Der Deutsche Chorverband verzeichnet über 48.000 Ensembles. Das sind etwa 15.000 mehr als noch vor 40 Jahren. Nach Schätzungen gibt es in Deutschland über 60.000 Chöre mit mehr als drei Millionen Sängerinnen und Sängern. Nie war die deutsche Chorszene so reich, so differenziert wie heute. Zwar verlieren viele traditionsreiche Gesangvereine seit langem Mitglieder, doch im Gegenzug werden jedes Jahr neue Ensembles gegründet, die nicht nur jeden musikalischen Anspruch, sondern auch jedes soziale Bedürfnis erfüllen. Allerdings sind Chöre vor allem Anlaufstellen für jene, die schon singen können - zumindest ein wenig. Wo aber lernt man Singen, wenn man es nicht von Natur oder von Haus aus kann? Kindergarten und Schule wären die idealen Orte, um ohne Angst vor Blamage erste lustvolle Erfahrungen mit der eigenen Stimme zu machen. Doch da wird erst in den letzten Jahren das Singen wieder entdeckt.

Singen ist richtig gesund!

Singen ist ein Gemeinschaftserlebnis! Längst haben Mediziner, Pädagogen und Psychologen Sänger und singende Menschen ausgeforscht. Sie haben Speichelproben von Chorsängern vor und nach der Aufführung des Mozart-Requiems untersucht und Hormonspiegel von Laien- und Berufssängern gemessen. Stimmumfänge wenig und viel singender Kinder verglichen und die Schulleistungen von Kindern, die wenig oder viel gesangsintensiven Musikunterricht bekommen haben untersucht. Außerdem haben sie mit Tests und Interviews erkundet, wie sich regelmäßiges Singen auf Geist und Seele, auf Konzentrationsfähigkeit, Stress-Resistenz, soziales Verhalten und Lebenszufriedenheit auswirkt. Dabei haben sie festgestellt: Der Atem strömt tiefer und stärker, die Stimmbänder schwingen anders als beim Reden. Die entscheidenden Veränderungen spielen sich jedoch im Kopf ab: In der Stirnregion wird das Belohnungssystem aktiviert, weiter im Innern, in den Basalganglien, wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet - eine Substanz, die unter anderem Gedächtnisprozesse und die soziale Bindungsfähigkeit beeinflusst. Gleichzeitig senkt Gesang die Konzentration jener Hormone, die aggressiver und stressanfälliger machen: Testosteron und Cortisol. All das geschieht kurzfristig: schon nach wenigen Liedstrophen fühlt jeder sich besser. Singen versetzt in einen leichten Rausch, den die durchs tiefere Einatmen erhöhte Kohlendioxid-Konzentration im Blut auslöst. Und wer von CO2 und Glückshormonen beflügelt die Stimme noch etwas länger klingen lässt, erhöht seine Konzentration des Abwehrstoffes Immunglobulin A in seinem Kreislauf - und stärkt auf diesem Wege das Immunsystem. Bei regelmäßigem Gesang vernetzen sich sogar die Synapsen des Gehirns auf neue, differenzierte Weise. Singen macht also nicht nur beschwingter, ausgeglichener und friedfertiger, sondern auch gesünder und klüger.


Die Gründung.

Der Diedenbergener Frauenchor « Viva la Musica e.V. » wurde am 01. Juli 1997 gegründet, und ist seitdem fester Bestandteil des dortigen Vereinslebens.

Zahlreiche Auftritte sind die fleißige  Teilnahme an den wöchentlichen Chorproben.

Die aktiven Sängerinnen sind zwischen 35 und 75 Jahre alt und kommen aus Diedenbergen und Umgebung.

Diedenbergen ist Stadtteil von Hofheim am Taunus, der Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises und liegt auf einem Ausläufer des Taunus direkt am Autobahnkreuz Wiesbaden.

Wir empfinden Singen auch als eine Therapie für die Seele. Außerdem wird das ureigenste Instrument des Menschen, die Stimme, die jedem kostenlos zur Verfügung steht, gepflegt.

Frau Pöppe, unsere engagierte Chorleiterin, versucht mit der Repertoireauswahl ein breites Spektrum aus realisierbarer Chormusik aufzulegen. Das fängt an bei einfachen deutschen und ausländischen Volksliedern, geht über klassische Stücke bis hin zu Musicalmelodien und Gospels.

Das wichtigste aber ist: Singen macht Spaß !!!

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Unsere Chorproben finden jeweils donnerstags um 20:00 Uhr im großen Saal des Evangelischen Gemeindehauses in der Ortsmitte von Diedenbergen statt.

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An jedem 3. Donnerstag im Monat nach der Chorprobe ist geselliges Beisammensein.

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Historie

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Am Freitag, den 26. September 1997 schrieb die Hofheimer Zeitung

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Neuer Frauenchor gegründet

Hofheim am Taunus – Diedenbergen: Donnerstags abends ist das evangelische Gemeindehaus in Diedenbergen fest in Damenhand. Dort trifft sich der neugegründete Frauenchor, um unter der Leitung von Hildegard Pöppe-Bender die ersten Lieder einzustudieren. Anfang Juni kamen die Sängerinnen erstmals zusammen, seitdem finden die Übungsstunden regelmäßig statt.

Einen Gesangverein gibt es in Diedenbergen schon seit über 100 Jahren – aber nur für Männer. Die Idee, auch Frauen für den Chorgesang zu begeistern, ist keineswegs neu, doch erst als Pfarrer Reinhold Ihrig mit Hildegard Pöppe-Bender eine geeignete Chorleiterin fand, konnte der Frauenchor Anfang Juni aus der Taufe gehoben werden. Nur drei Wochen später wurde ein Vorstand mit Sybille Giesbert als Vorsitzende bestimmt. Unterstützt wird sie von ihrer Vertreterin Dolores Koch und der Schriftführerin Gabriele Köhler. Ursula Müller kümmert sich als Kassiererin um die Finanzen des jungen Vereins. „Wir wollen vor allem Spaß beim Singen haben“, nennt Sybille Giesbert die wichtigste Intention für die Mitglieder. Natürlich ist den Damen jeder sangesfreudige Neuling ebenso willkommen wie passive Mitglieder. Die Altersstruktur ist bunt gemischt. Die jüngsten Mitglieder sind kaum älter als 20, nach oben gibt es keine Grenze. Inzwischen kommen bei den Übungsstunden donnerstags ab 20:30 Uhr schon über 25 Frauen zusammen, und die Bandbreite der ersten Stücke reicht von Musical-Melodien über Volkslieder bis zu Gospels.

Die Vielseitigkeit will Hildegard Pöppe-Bender, die auch den gemischten Chor des Gesangvereins Liederkranz Eddersheim leitet und selbst im Limburger Frauenkammerchor aktive Sängerin ist, auch weiterhin pflegen. „Von der Renaissance bis zur Moderne will die 39jährige Lehrerin aus Marxheim vor allem Chorliteratur aussuchen, die weniger bekannt und verbreitet ist. „Wir sind noch sehr flexibel und probieren viel aus“, erklärt Hildegard Pöppe-Bender, die natürlich zunächst einmal ausloten muss, welches sängerische Potential ihre neuen Schützlinge mitbringen. Nach den ersten Übungsstunden ist die Chorleiterin allerdings sehr zufrieden, zumal die Damen auch keine Scheu vor englischsprachigen Liedern zeigen. „Bislang lassen sich die Proben gut an“, freut sich Hildegard Pöppe-Bender über den Enthusiasmus der Frauen. Großen Wert legt sie auf die Tatsache, dass es sich bei der neuen Truppe nicht um einen Kirchenchor handelt.

Der erste Auftritt wird natürlich noch einige Zeit auf sich warten lassen. Vielleicht werden die Diedenbergener Damen in der Adventszeit ihr Debüt geben. Vorher will sich der Frauenchor vielleicht schon im Rahmen des Martinsmarktes mit einem Stand präsentieren, um Werbung in eigener Sache zu betreiben und die Vereinskasse aufzubessern.

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Inzwischen blickt der Frauenchor auf 16  erfolgreiche Jahre  zurück. Wie aus dem Impressum zu entnehmen ist, hat sich in dieser Zeit auch der Vorstand geändert.